Das Corona-Virus entschleunigt unser Leben

by Iris
Entschleunigen Corona-Virus

Eigentlich ist es traurig, wenn man es genau betrachtet.: Da muss erst ein gefährliches Corona-Virus daherkommen, dass das Familienleben eine positive Veränderung durchlaufen kann. „Entschleunigen“ ist das tolle Wort. Was für andere ein absolutes Strafverfahren ist, ist für mich derzeit ein Segen. Die Vorstellung, dass ab nächster Woche hier mal fürs erste alles dicht gemacht wird und man keinen Terminen und Verpflichtungen nachkommen kann, ist irgendwie beruhigend.

Wie kommt es soweit?

Es gibt kein Familien-Burnout, aber habt ihr auch manchmal das Gefühl nicht zur Ruhe zu kommen? Wir arbeiten im Home-Office und haben einige Außentermine. Die restliche Zeit besteht aus aufstehen, 3-4 Kinder fertig zu machen, an mindestens 2 verschiedene Stellen auszuliefern, Wohnung in Schuss zu halten, Einkäufe erledigen, Ballett und Turnen pünktlich zu schaffen, Hausübungen, Augentraining und Sportprogramm zu machen… Auch die beruflichen Projekte und die verschiedenen Kundenanforderungen und die persönliche Weiterbildung darf nicht zu kurz kommen. UND: Natürlich Mama und Papa als Menschen und als Paar! Alleine bei der Auflistung der Sachen (und es fehlen sicherlich einige) bekommt man ein beklemmendes Gefühl.

Was machen wir dagegen?

Wir haben mit dem Patchworkmann schon vor geraumer Zeit mit einer Minimalisierung unseres Alltags, der Wohnung und der Aufgaben begonnen. Wir sind allerdings noch nicht an dem Punkt, wo wir sagen: Jetzt ist genug Platz zum Atmen! Es kommen einfach tagtäglich wieder neue Termine, Veranstaltungen und Herausforderungen dazu, die uns alle anderen Dinge wieder aufschieben lassen. Dann kommt der böse Virus Corona und zwingt alles zum Quasi-Stillstand. Weil wir als Menschen verlernt haben, genügend Pausen und Entschleunigung in den Alltag zu bekommen, muss erst von außen dieser Prozess erzwungen werden.

Wir nehmen das Corona-Virus wie es kommt!

Patchworkmann und ich sind beide keine Menschen, die in Hysterie und Panik verfallen. Auch jetzt, wo Grenzen gesperrt werden etc. sehen wir die Sache sehr entspannt. Allerdings nehmen wir es ernst genug und treffen unsere Vorkehrungen. Die Kids dürfen ab nächster Woche zuhause bleiben und wir haben unsere Lebensmittel ein bisschen aufgestockt. Hauptsächlich damit wir nächste Woche nicht so oft raus müssen. Wir haben genügend Lesestoff und Druckerpatronen, um mit den Kids lustige Sachen zu machen. Ich freue mich auf die intensive Zeit zuhause, zum Schreiben, zum Spielen, zum Arbeiten. Ohne Zeitdruck, ohne Stress und ohne die innere Verpflichtung dieses oder jenes machen zu müssen.

Ich gebe es offen zu, obwohl es traurig ist: Die Zwangsentschleunigung namens Corona-Virus wird vielen Menschen neue Prioritäten aufzeigen und den Fokus auf die wirklich wichtigen Dinge richten. Welche sind es bei euch? Was ist für euch „die wichtige Sache“, für die ihr jetzt mehr Zeit habt und auf die ihr euch mehr fokussieren möchtet?

Wir hoffen, dass ihr und eure Liebsten gesund bleibt und lasst uns doch Kommentare da 😉

 

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1 comment

Wie erkläre ich meinen Kindern Coronavirus - 123Viele.at 17. März 2020 - 10:46

[…] Auch hier haben wir über unser Empfinden über die Corona Virus Auswirkungen geschrieben und wie es uns im Familienalltag begegnet. –> Das Corona Virus entschleunigt unser Leben […]

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